In die Gestaltung der Gemeinde soll jeder seine Fähigkeiten einbringen
Domvikar Dr. Winterkamp: Umbruch der Kirche erfordert neue Kooperationen/Kernthesen zur Gemeindecaritas vorgestellt
Aus Pfarrgemeinden werden pastorale Räume. Die erfordern nicht nur in der Seelsorge neue Strukturen. Auch die soziale Arbeit der katholischen Kirche in der Caritas muss sich vor Ort neu ausrichten. Kernthesen dazu stellte Domvikar Dr. Klaus Winterkamp, im Rahmen der Caritas-Regionaltour im Kreis Warendorf vor. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter auf den unterschiedlichen Ebenen sollen ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten gemeinsam nutzen zum Wohl der Menschen, forderte der Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes Münster. Um die notwendige Vernetzung zu erreichen, sei es dringend geboten, dass Vertreter der Caritas in den Pastoralkonferenzen vertreten seien. Die Caritas hatte im Rahmen der Regionaltour Gremienmitglieder der caritativen Verbände und Pfarrer im Kreis Warendorf auf den Hof Lohmann in Freckenhorst eingeladen, der Teil der Freckenhorster Werkstätten ist.

Fast schon entscheidend für das Gelingen der neuen Gemeinden sei es, "dass Liturgie und Caritas erfahrbar zusammen kommen," erklärte Weihbischof Dr.Stefan Zekorn. Er betonte die Rolle der Ehrenamtlichen, die allerdings von hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt werden müssten.

Das sind nicht zuletzt die Mitarbeiter der Gemeindecaritas als Bindeglied. Sie arbeiten eng mit Ehrenamt und Seelsorge zusammen und haben für die Zusammenarbeit aller Akteure im pastoralen Raum eine wesentliche Funktion, erläuterte  Winterkamp eine der Thesen. Die Kernthesen unter dem Titel "Im Notwendigen Einheit, im Zweifel Freiheit, in allem aber die Liebe" sollen Grundlage für die Weiterentwicklung der Gemeindecaritas im Bistum sein.

Zu bedenken sei dabei, so Winterkamp, dass das Bistum sehr unterschiedlich sei und insofern auch angepasste Lösungen vor Ort gefunden werden müssten. Gute Beispiele für das Gelingen sollen 2013 auf einem Fachtag gezeigt werden, kündigte der Domvikar an. (cpm)