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                                                       Jahresbericht 2013       Download

 

Willkommen im Paradies

700 Jahre liegen zwischen der Einweihung der Maria Königin Kirche im Hammer Norden am 1. Mai 1964 und der des St. Paulus-Doms in Münster. Trotzdem waren bei beiden Kirchen Nordenfeldmarker bzw. Hammenser maßgeblich durch ihren Glauben, ihre Mitarbeit, ihren Spenden und ihren kirchlichen Ämtern beteiligt. Letzteres belegt der Ortsheimatpfleger des Hammer Nordens, Franz Josef Nordhaus, in der folgenden Recherche: Der Grundstein zum Neubau des Doms wurde vom damaligen Bischof Dietrich III. von Isenberg am 22. Juli 1225 gelegt, also vor jetzt genau 789 Jahren. Seine Statue mit dem Grundstein in den Händen befindet sich im Paradies, dem Eingangsbereich des Domes, gut erkennbar, an der rechten Seite. (siehe Bild vom Paradies mit dem von mir gezeigten Hinweis) Aufgewachsen ist Dietrich unter anderem auf dem Stammsitz der Familie, der Burg Nienbrüggeim heutigen Hammer Norden. Sein Bruder Friedrich von Isenberg ermordete wegen Besitzstreitigkeiten am 7. November 1225 deren Vetter, den Kölner Erzbischof Engelbert von Berg und darauf wurde u.a. die Burg und die gegenüberliegende Stadt Nienbrügge zerstört und die Bürger zu der Stelle umgesiedelt an welcher dann 1226 die Stadt Hamm erstand. Dem Stadtgründer Graf Adolf von der Mark waren die Isenberger Besitzungen zugesprochen worden und sein Sohn weihte dann als Bischof Gerhard von der Mark am 30. September 1264, also vor 750 Jahren, den heutigen Dom ein und vollendete somit das, was mit der Grundsteinlegung durch seinen Onkel Dietrich begann. Bauherr war allerdings, anders als bei den beiden Vorgängerbauten, nicht der Bischof sondern das Domkapitel, dessen jeweilige Mitglieder, nicht nur in Münster, bis zum heutigen Tag für die jeweiligen Bistumskathedralen verantwortlich sind. Unter dem Titel „Willkommen im Paradies“ begeht das Bistum Münster mit zahlreichen Veranstaltungen Ende September das Jubiläum. „Wir sind Teil dieses Paradieses, denn nicht nur unsere Vorfahren sondern auch wir heute können als lebendige Bausteine daran weiterbauen. Nicht nur als Bischöfe und Grafen sondern vor allem als Zeugnis gebende Christen und Menschen die diese Kirchen mit Leben erfüllen“, so Franz Josef Nordhaus, dessen Heimatkirche Maria Königin und Bistumskirche der Paulus Dom ist.

 

Ergebnis der Misereor-Fastenaktion 2014 liegt vor

In diesem Jahr fand die 56. Fastenaktion des Bischöflichen Hilfswerkes Misereor statt. Sie stand unter dem Leitwort „Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen“.

Die diesjährige Fastenaktion geht an die Ursachen des weltweiten Hungers und setzt sich mit der Frage auseinander, wie unser Lebensstil mit den Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens zusammenhängt. Alle vier Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen des Hungers, 25 Prozent davon sind Kinder unter fünf Jahren. Dürren und Missernten als Folge des Klimawandels sind hierfür die Ursachen. Hinzu kommen ungerechte Handelstrukturen und die globale Nahrungsmittelspekulation, die das Essen verteuern und dafür sorgen, dass beispielsweise in Norduganda Familien nicht mal mehr eine Mahlzeit am Tag erhalten.

Insgesamt 113.285,72 Euro spendeten die Katholiken im Kreisdekanat Warendorf. Der Gesamterlös setzt sich, wie folgt, zusammen:
Dekanat Ahlen 18.762,06 Euro, Dekanat Beckum 38.513,64 Euro, Dekanat Warendorf 47.155,49 Euro, Dekanat Hamm-Nord 8.854,53 Euro.

Mit den Spendengeldern wird das Bischöfliche Hilfswerk Misereor Projekte zur Bekämpfung des Hungers direkt unterstützen. Das Hilfswerk wurde 1958 gegründet.

  

Kreisdekanatsversammlung konstituierte sich
Zur konstituierenden Sitzung der Kreisdekanatsversammlung nach den Wahlen der Pfarreiräte und Räte der Seelsorgeeinheiten im vergangenen November konnte Kreisdechant Peter Lenfers Vertreter der Pfarreien sowie des Kreiskomitees der Katholiken, der Hauptamtlichen Seelsorger und die Dechanten in der Landvolkshochschule „Schorlemer Alst“ begrüßen. Der inhaltliche Teil der Kreisdekanatsversammlung befasste sich mit der Reflexion der Wahl der Pfarreiräte und Räte der Seelsorgeeinheit im November 2013. Auffällig bei diesen Wahlen war die bistumsweite geringe Wahlbeteiligung. Im Kreisdekanat Warendorf lag sie bei 8,8 % und war somit die Höchste in den Kreisdekanaten des Bistums Münster. Ebenso wurde auch über die Schwierigkeit Kandidatinnen und Kandidaten in ausreichender Anzahl zu finden diskutiert. Hierfür wurden als Gründe benannt, dass sich in den letzten Jahren ein starker gesellschaftlicher Wandel vollzogen hat. Die Notwendigkeiten und Möglichkeiten, sich zu engagieren haben sich für die Menschen verändert. Ebenfalls gewandelt hat sich auch das Erscheinungsbild der Kirche. Die Zeit der Volkskirche geht dem Ende entgegen. All dies macht es notwendig, neue Formen von Engagement zu finden.

Auf der Tagesordnung der Kreisdekanatsversammlung standen auch Wahlen. Dabei galt es, 2 Delegierte aus dem Kreisdekanat Warendorf in den Diözesanrat des Bistums Münster zu wählen. Die bisherigen Delegierten Barbara Brinkmann aus Oelde und Margarete Sporbeck aus Ahlen - Vorhelm kandidierten nicht mehr für eine weiter Amtsperiode. Barbara Brinkmann war seit 2010 und Margarete Sporbeck seit 1998 im Diözesanrat tätig. Ihre Nachfolger sind Timo Brunsmann, Freckenhorst und Dr. Burkhard Löher, Oelde.

Außerdem wurden noch Vertreter der Kreisdekanatsversammlung in der Vollversammlung des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Warendorf gewählt. Es sind Cornelia Wiedei, Hamm sowie Jochem Kalthegener, Ostbevern und Hubert Wernsmann, Everswinkel.

Die konstituierende Vollversammlung des Kreiskomitees der Katholiken ist am Dienstag, den 01. April 2014 um 18:00 Uhr in der Landvolkshochschule „Schorlemer Alst“. Nach den Vorstandswahlen steht ein Gespräch mit Weihbischof Dr. Stefan Zekorn zum Thema „Die Entwicklung der Kirche und der Stellenwert der katholischen Verbände im Kreisdekanat Warendorf“ auf dem Programm. An diesem Gespräch, das um 19:30 Uhr beginnt, sind außer den Delegierten der Vollversammlung alle an der Thematik interessierten Personen herzlich eingeladen. Sie findet in der Landvolkshochschule „Schorlemer Alst“ in Warendorf-Freckenhorst statt.

 

Kreisdechant Peter Lenfers dankte den bisherigen Vertreterinnen des Kreisdekanates im Diözesanrat des Bistums für ihr Engagement und wünschte den Nachfolgern viel Erfolg in der bevorstehenden Amtsperiode.

(v.l.n.r.) Kreisdechant Peter Lenfers, Barbara Brinkmann, Margarete Sporbeck, Dr. Burkhard Löher, Timo Brunsmann, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn.

 

Kreiskomitee der Katholiken traf sich zur konstituierenden Vollversammlung

Zu seiner konstituierenden Vollversammlung nach den Wahlen der Pfarreiräte und Räte der Seelsorgeeinheiten im vergangenen Jahr traf sich jetzt das Kreiskomitee der Katholiken im Kreisdekanat Warendorf.

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand u.a. die Wahl des Vorstandes. Für weitere vier Jahre wurde Franz-Josef Nordhaus  (KAB) in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Seine Stellvertreter sind Kornelia Wiedei aus Hamm sowie Reinhold Berning (KAB), ebenfalls aus Hamm. Als Beisitzer wurden Magdalene Finkennest (kfd), Hamm; Mik Libor (Kolping), Oelde und Heinrich Westerwalbesloh (KAB), ebenfalls aus Oelde gewählt.

Das Kreiskomitee der Katholiken im Kreisdekanat Warendorf wird im Diözesankomitee der Katholiken durch Franz-Josef Nordhaus, Magdalene Finkennest und Heinrich Westerwalbesloh zukünftig vertreten.

Die anwesenden Delegierten der Verbände und Pfarreiräte wurden nach dem Regularienteil über das bevorstehende Domweihjubiläum im September diesen Jahres informiert. Hier wurde besonders auf dem Projektwettbewerb, der unter dem Leitwort „Was macht unser Leben besser?“ steht, hingewiesen. An diesem Wettbewerb können sich alle Gruppierungen, Einrichtungen und Verbände aus dem Kreisdekanat Warendorf beteiligen. Prämiert werden innovative und kreative Ideen, die dazu beitragen, den Menschen in ihrem Lebensraum zu dienen. Die drei ersten Plätze erhalten ein Preisgeld von je 750 €. Einsendeschluss ist der 16. Juni 2014. Die Einsendungen nimmt das Kreisdekanat Warendorf, Am Hagen 1 a, 48231 Warendorf, E-Mail: kd-warendorf@bistum-muenster.de entgegen.

Außerdem wurde noch über den 99. Deutschen Katholikentag, der vom 28. Mai bis 1. Juni in Regensburg stattfindet und unter dem Motto „Mit Christus Brücken bauen“ steht,  informiert.

 

 

99 Einsätze für Notfallseelsorger im Kreis

Deutlich gestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Einsätze der Notfallseelsorger im Kreis Warendorf. 99 Mal wurden sie alarmiert – das waren 11 Einsätze mehr als 2012.



„Mit dieser Einsatzzahl stehen die Notfallseelsorger im Kreis Warendorf an der Spitze im Münsterland. Deutlich wird daran, dass die Arbeit eine hohe Akzeptanz und Vertrauen bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei genießt“, machte Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Vorstellung des Jahresberichts der Notfallseelsorge für das Jahr 2013 im Kreis deutlich.

Kaum vorstellbar seien jedoch das Leid und die vielen Tränen, die sich hinter diesen nüchternen statistischen Zahlen verbergen,. „Umso wichtiger ist es, den Menschen seelischen Halt zu geben, wenn ihnen das Schicksal den Boden unter den Füßen wegzieht“, so der Landrat.

Im Jahr 2002 wurde das System der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf ins Leben gerufen. 32 Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche sowie aus dem Bereich der Freikirchen gehören zum Seelsorgeteam und sind über eine Rufbereitschaft rund um die Uhr zu erreichen. Alle arbeiten freiwillig und ehrenamtlich. Sie begleiten Menschen, die sich in einer akuten seelischen Notlage befinden. Seit Jahren schon ist diese Zusammenarbeit beispielhaft für gelebte Ökumene!

Die Federführung liegt in den Händen von Pfarrer Manfred Uhte, Synodalbeauftragter für Notfallseelsorge im Evangelischen Kirchenkreis Münster, und Michael Spanke, Geschäftsführer des Kreisdekanats Warendorf.

Der aktuelle Bericht stand im Mittelpunkt des Erfahrungsaustauschs, an dem neben Vertretern der Notfallseelsorger auch Landrat Dr. Olaf Gericke sowie Vertreter von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr teilnahmen.

Die Anlässe, bei denen die Seelsorger angefordert wurden, waren auch 2013 wieder vielfältig. Die Alarmierungen bei plötzlichen Todesfällen bzw. Erkrankungen im häuslichen und außerhäuslichen Bereich standen mit 40 Einsätzen (2012: 24) an der Spitze.

25 Mal (2012: 30) wurden die Notfallseelsorger zu Verkehrsunfällen oder anderen Unfällen gerufen. Bei 15 Einsätzen (2012: 22) ging es darum, gemeinsam mit der Polizei eine Todesnachricht zu überbringen.

Gestiegen sind die Alarmierungen anlässlich von angedrohtem oder vollzogenem Suizid – 13 Mal waren hier die Notfallseelsorger vor Ort. (2012: 8) Zusätzlich gab es drei weitere Einsätze, wo nach einem vollzogenen Suizid die Todesnachricht überbracht werden musste.
Insgesamt wurden bei den verschiedenen Anlässen 320 Personen betreut; darunter auch 65 Kinder und Jugendliche.

 

SPD Kreisverband und Kirchenvertreter trafen sich

Die Koalitionsvereinbarung, das Kinderbildungsgesetz, aber auch die aktuelle Debatte der Öffentlichkeit zur Vermögenslage der Kirchen, ausgelöst um den Limburger Bischof, standen im Mittelpunkt des turnusmäßigen Gespräches zwischen dem SPD-Kreisvorstand und Vertretern der katholischen Kirche. "Ich freue mich sehr über diesen Dialog und die offene Atmosphäre", zog Bernhard Daldrup, MdB, eine positive Bilanz des Gespräches.

Weihbischof Dr. Stefan Zehkorn zeigte sich besonders interessiert an Fragen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, Flüchtlings- und Asylpolitik. Der Erleichterungen für geduldete Flüchtlinge zur Arbeitsaufnahme bereits nach drei Monaten und Aufhebung der Residenzpflicht, wurden positiv aufgenommen.

Überdies spielten die arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen eine wichtige Rolle. Der Grundsatz, dass man von einem Vollzeitarbeitsplatz seinen Lebensunterhalt bestreiten können muss, ohne auf öffentliche Unterstützung angewiesen zu sein, findet auch die ausdrückliche Zustimmung der Kirchenvertreter.

Gegenüber der Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass machten vor allem Dechant Wilhelm Buddenkotte und Kreisdechant Peter Lenfers ihre Erwartungen an eine Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes deutlich. Zuvor hatte die Abgeordnete Fahrplan und Inhalt der Fortschreibung des Gesetzes erläutert. So wird der Gesetzesentwurf in der kommenden Woche vorgestellt. Das Gesetz soll zum Kindergartenjahr 2014/2015 in Kraft treten. Insbesondere Qualitätsverbesserungen sowie eine verbesserte Situation im Bereich Personal stehen im Mittelpunkt der Revision.

Mit der Koalitionsvereinbarung auf Bundesebene werde es ein weiteres U-3 Investitionsprogramm geben. Insgesamt würden für Kitas, Schulen und Hochschulen 6 Mrd. Euro zusätzlich bereitgestellt, berichtete Bernhard Daldrup als Bundestagsabgeordneter.

Die regelmäßigen Gespräche zwischen der katholischen Kirche und der SPD im Kreis Warendorf sollen auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.