Jahresbericht 2011

 vorgelegt am 09. Februar 2012

 Vorbemerkung

Seit dem 1. September 2002 ist die Rufbereitschaft Notfallseelsorge im Kreis Warendorf im Dienst.
Träger der Rufbereitschaft sind die evangelische Kirche mit den auf dem Gebiet des Kreises Warendorf beteiligten Kirchenkreisen Gütersloh, Hamm und Münster und die katholische Kirche mit dem Kreisdekanat Warendorf.
Schirmherr ist der Landrat des Kreises Warendorf, Herr Dr. Olaf Gericke.

Insgesamt 30 Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche sowie aus dem Bereich der Freikirchen, darunter 6 Fachberater für Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst – davon einer gleichzeitig Polizeiseelsorger – haben sich freiwillig zur Mitarbeit bereit erklärt und stellen sicher, dass Menschen, die sich in akuten Notlagen befinden, seelsorglich begleitet werden, sei es durch Mitglieder aus dem Team der Notfallseelsorge oder durch sonstige örtliche Seelsorger, sofern die Einsatzsituation dies sinnvoll erscheinen lässt.
Dieser Dienst geschieht kostenfrei ohne Ansehen der Person oder Konfession.

Die Notfallseelsorge versteht dabei konzeptionell ihren Dienst als Ergänzung zur gemeindlichen Seelsorge, der nach Möglichkeit auch wieder in die gemeindliche Seelsorge mündet.

Eine ständige Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr stellt sicher, dass im Kreis Warendorf eine Seelsorgerin / ein Seelsorger auf Anforderung des Rettungsdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei durch die Leitstelle für Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz jederzeit alarmiert werden kann, der / die dann verbindlich und schnellstmöglich für eine kompetente seelsorgliche Begleitung vor Ort Sorge trägt.

Falls nötig, können auch mehrere Seelsorger/innen oder andere Betreuungskräfte wie z.B. das PSU-Team des DRK Warendorf (ehemals DRK-Notfallbetreuung Warendorf) in Absprache mit den jeweiligen Einsatzleitern oder der Leitstelle alarmiert und eingesetzt werden.

Das Hilfsangebot der Notfallseelsorge umfasst häusliche und außerhäusliche Notfälle sowie die Seelsorge für Einsatzkräfte in Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Mögliche Anlässe für den Einsatz der Notfallseelsorge sind u. a.: vergebliche Reanimation, plötzlicher Kindstod, Suizidabsicht / vollzogener Suizid, Auffinden von Toten, Suche nach Vermissten, Brände, Unfälle, Ver­kehrsunfälle mit Schwerverletzten und / oder Toten, Gewaltverbrechen und Großschadenslagen.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Warendorf, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz ist dabei eine wichtige Voraussetzung für den Dienst der Notfallseelsorge. Dies hat sich auch im vergangenen Jahr erneut gezeigt und bewährt.

In gleicher Weise gilt dies für die Zusammenarbeit der verschiedenen Rufbereitschaftssysteme im Münsterland, d.h. den Notfallseelsorgesystemen in den Kreisen Borken, Coesfeld Steinfurt, Warendorf und dem Notfallbegleitungssystem in der Stadt Münster, mit denen eine Arbeitsgemeinschaft besteht und in denen insgesamt über 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ehrenamtlich ihren Dienst versehen.


Im Rahmen dieser Zusammenarbeit gibt es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch, gemeinsame Aus- und Fortbildungsangebote sowie eine Vereinbarung über eine überregionale Zusammenarbeit in Großschadenslagen. Als konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit im Münsterland sei an dieser Stelle der im vergangenen Jahr gemeinsam durchgeführte Grundlagenkurs Notfallseelsorge mit 21 Teilnehmern aus dem gesamten Münsterland erwähnt.

Seit Beginn der Rufbereitschaft treffen sich die Mitglieder des Teams der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf regelmäßig zur Aus- und Fortbildung sowie zur Vor- und Nachbereitung der Einsätze.

Dies ist zwar ein hoher zeitlicher Aufwand. Er wird jedoch von allen als sehr notwendig und sinnvoll erachtet, um mit den Herausforderungen und Belastungen, die die Einsätze zum Teil mit sich bringen, angemessen umgehen zu können. 

Es gibt 2 offizielle Ansprechpartner, die die Notfallseelsorge im Kreis Warendorf nach außen vertreten.
Diese sind:
Michael Spanke, Geschäftsführer des Kreisdekanates Warendorf, Tel. 02581/934710

Pfarrer Manfred Uhte, Synodalbeauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst im Evangelischen Kirchenkreis Münster, Tel. 02501/928869

Seit Bestehen der Rufbereitschaft wurde diese in bisher 814 Einsätzen (Stand 01.02.2012), davon 86 im Jahre 2011, tätig.

Damit wurde im Jahre 2011 erneut die höchste Zahl an Einsätzen im gesamten Münsterland geleistet.
Der hier vorgelegte Jahresbericht  vermittelt  einen Überblick über Einsatzzahlen, -orte und -anlässe der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf im Jahre 2011 und gibt am Ende des Berichtes eine kurze Übersicht über die Einsatzzahlen aller Rufbereitschaftssysteme im Münsterland mit insgesamt 359 Einsätzen im Jahre 2011.
Eine Kurzanalyse der verschiedenen Aspekte ist den ausführlichen Statistiken vorangestellt.

Münster/Warendorf , 09. Februar 2012

Michael Spanke
Manfred Uhte

                                                                       

Kurzanalyse der Einsätze
der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf im Jahre  2011

Die vorgelegte Statistik vermittelt Zahlen, nüchterne Zahlen, die das Leid, das diesen Einsatzsituationen zugrunde liegt, nur ansatzweise vermitteln können.

Jede einzelne Situation führt alle Beteiligten, die Rettungskräfte, die Feuerwehr, die Polizei, die eingesetzten Seelsorger/innen  und die Betroffenen an extreme Grenzen, die oftmals nur sehr schwer zu tragen und zu ertragen sind. Sich diesen Grenzsituationen zu stellen, erfordert viel Mut, Hoffnung und Zuversicht, auch in diesen Situationen bestehen zu können und oftmals stehen insbesondere die Betroffenen vor einem riesigen äußeren wie inneren Abgrund, den auszuhalten für sie selbst, aber auch für die betroffenen Helfer zum Teil sehr schwer ist. Zugleich ist es aber unendlich wichtig, diesen Grenzsituationen standzuhalten, um nicht zuletzt auch die menschliche Solidarität in einer extremen Leidenssituation zu dokumentieren und anders als oftmals gesellschaftlich üblich, diese Dimension von Leiden und Sterben, die eben auch zum Leben gehört, nicht auszublenden.

Deshalb gebührt allen eingesetzten Kräften ein besonderer Dank für ihren Einsatz und ihr Engagement.

Ausgehend vom vorgelegten statistischen Material sowie zusätzlichen internen Auswertungen ergibt sich folgendes Bild:

1.
  Die Zahl der Gesamteinsätze ist von 102 im Jahr 2010 auf 86 Einsätzen im Jahr 2011 gesunken, was vor allem in einem deutlichen Rückgang der Einsätze im außerhäuslichen Bereich begründet ist. Hier sank die Zahl der Einsätze von 38 auf 24 (Erläuterungen hierzu  unter 4.). Die Akzeptanz der Notfallseelsorge bei Feuerwehr, Rettungsdienst und im vergangenen Jahr war weiterhin sehr hoch.

2.      Die Einbindung örtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger ist von 62 % im Jahr 2010 auf 76% im Jahr 2011 gestiegen. Hierzu gehören sowohl diejenigen Seelsorger, die nicht dem Team angehören als auch die Teammitglieder. Bei insgesamt 8 Einsätzen konnten örtliche Seelsorger, die nicht dem Team angehören, alarmiert werden. Eine differenzierte Übersicht aller eingesetzten 119 Personen in Personengruppen ist der Gesamtauswertung 2011 auf Seite 8 zu entnehmen.

3.      Die örtliche Streuung der Einsätze war auch im Jahr 2011 gegeben. Die Notfallseelsorge wurde in allen Städten und Gemeinden des Kreises Warendorf alarmiert. Warendorf hatte mit 17 Einsätzen kreisweit die meisten Einsätze, gefolgt von Beckum (13 Einsätze), Ahlen (11 Einsätze) und Ennigerloh  (9 Einsätze). 2011 hat es zwei Einsätze außerhalb des Kreises Warendorf gegeben, und zwar in Hamm und Rheda.                              

Ein ausführlicher Überblick zu den Zahlen im Jahre 2011 und den Vergleichszahlen
vergangener Jahre ist den Statistiken auf den Seiten 11 und 12 zu entnehmen.       

4.      Bei den Einsatzanlässen dominieren weiterhin die plötzlichen Todesfälle bzw. plötzlichen Erkrankungen, sowohl im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich mit insgesamt 35 Einsätzen (2010: ebenfalls 35 Einsätze), wobei es insgesamt 8 Alarmierungen während einer laufenden Reanimation gab. Deutlich zurückgegangen sind die Einsätze anlässlich der Überbringung von Todesnachrichten von 23 Einsätzen im Vorjahr auf jetzt 18 Einsätze, während die Alarmierungen anlässlich von Verkehrsunfällen/Unfällen mit 16 Einsätzen (im Vorjahr 17) nahezu gleich geblieben sind. Hierbei ist allerdings der Anteil der Unfälle mit 6 von 16 Einsätzen bemerkenswert.

Deutlich zurückgegangen sind Einsätze anlässlich von angedrohtem oder vollzogenem Suizid  von 14 auf 10 Einsätze
.

Gab es im Vorjahr anlässlich der Betreuung von Einsatzkräften noch 7 Einsätze, so erfolgte im Jahr 2011 nur ein Einsatz aufgrund einer direkten Alarmierung. Zusätzlich gab es allerdings noch weitere 7 Einsatznachgespräche direkt nach erfolgten Einsätzen.

3 Einsätze gab es anlässlich von Verbrechen, 3 weitere aus sonstigen Gründen, u.a. in Folge eines Brandes.
Ein ausführlicher Überblick zu den Zahlen im Jahre 2011 und den Vergleichszahlen vergangener Jahre ist den Statistiken auf den Seiten 9 und 10 zu entnehmen. 

5.      Das Verhältnis von häuslichen und außerhäuslichen Einsätzen hat sich im Vergleich zum Vorjahr proportional erheblich verändert, der häusliche Anteil lag 2011 bei 72 % (im Jahr 2010: 62 %). Im Jahre 2011 gab es insgesamt 7 Alarmierungen, bei denen mindestens 2 Seelsorger benötigt wurden. Zusätzlich gab es bei einigen dieser Alarmierungen auch eine Alarmierung des PSU-Teams des DRK Warendorf (ehemals DRK Notfallbetreuung Warendorf), mit dem es auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit gibt.

6.      Die durchschnittliche Einsatzdauer ist von 2:40 Stunden im Jahr 2010 auf 2:20 gesunken. 48% aller Einsätze dauerten bis zu 2 Stunden, 34% bis zu 3 Stunden und 18% länger als drei Stunden, davon 4 Einsätze mehr als 4 Stunden.

Der Durchschnitt der Weiterleitungszeit
nach der Alarmierung liegt weiterhin im Durchschnitt  bei 6 Minuten, die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen vor Ort im Durchschnitt weiterhin bei 22 Minuten, ein deutlicher Beleg für den ortsnahen Einsatz der Seelsorgerinnen und Seelsorger.

7.      Was die statistische Einsatzhäufigkeit in Bezug auf Wochentage, Uhrzeit und
Monate
betrifft, so zeigt sich folgendes Bild :

- was die Wochentage angeht, so sind sie recht gleichmäßig verteilt; der Montag ist der Tag mit den wenigsten Einsätzen (11%), der Sonnabend der mit den meisten Einsätzen (17%)

- was die Alarmierungszeiten angeht, so zeigt sich, dass sich im Vergleich zum letzten Jahr der Anteil der Alarmierungen zwischen 9 und 17 Uhr von 46% auf 42% gesunken ist, während der Anteil der Alarmierungen  von 17- 22 Uhr von 29% auf 36 % gestiegen ist

- was die Monate angeht, so waren die  Monate Mai (12 Einsätze) und Februar (10 Einsätze) diejenigen mit den höchsten und die Monate Oktober und Dezember mit jeweils 5 Einsätzen diejenigen mit den niedrigsten Einsatzzahlen. Es gab 2011 insgesamt 4 Perioden von mehr als 14 Tagen ohne Einsätze, und zwar in den Monaten Februar/März, April, Mai und November/Dezember.
Ein ausführlicher Überblick zu den Zahlen im Jahre 2010 und den Vergleichszahlen

vergangener Jahre ist den Statistiken auf den Seiten 13-15 zu entnehmen.  

8.      Bei der Frage, durch wen die NFS alarmiert wurde, ergab sich 2011 folgendes Bild :  
61% aller Einsätze erfolgten aufgrund von Alarmierungen durch den Rettungsdienst bzw. die Feuerwehr, 35% durch die Polizei und 4% durch Betroffene, Angehörige oder Krankenhaus. Dies bedeutet im Vergleich zu 2010 eine deutliche Steigerung der Alarmierung durch Rettungsdienst bzw. Feuerwehr von 45% auf 61 %.
 

9.      Die Frage, wer die Opfer waren, mit denen es die Notfallseelsorge in den Einsätzen zu tun hatte und wer betreut wurde, lässt sich wie folgt beantworten:  

a) Die Gesamtzahl der Opfer betrug 88, davon waren 60 Männer und 28 Frauen.

Die Alterstruktur sah so aus: 7 Personen bis 17 Jahre (4 w,3 m) - davon 2 Kinder unter einem Jahr und ein Kind im Alter von 5 Jahren- , 10 Personen 18 – 30 Jahre (3 w, 7 m), 17 Personen 31 bis 50 Jahre (5w, 12 m), 30 Personen 51 bis 65 Jahre (8 w, 22 m) und 24 Personen älter als 65 Jahre (8 w, 16 m),davon 6 über 80 Jahre (3w, 3m). 

b) Die Gesamtanzahl der betreuten Personen lag bei 320, davon 24 Kinder bis zum Alter von12 Jahren. In insgesamt 7 Einsätzen wurden mehr als 10 Personen betreut. 

10. Ausführlich ausgewertet wurde erneut der Aspekt: welche Maßnahmen wurden im Einsatz getroffen (Mehrfachnennungen waren möglich)?

 Im Vordergrund steht weiterhin vor allem seelsorgerische Betreuung (82), gefolgt von der Todesbenachrichtigung von Angehörigen (14) sowie der Benachrichtigung örtlicher Seelsorger (14), der Begleitung im oder zum Krankenhaus (8) und der Betreuung von Einsatzkräften (7).

Die weitere Betreuung erfolgte in der Regel durch Verwandte und Angehörige (61), Freunde und Nachbarn (30), durch örtliche Seelsorger (18) sowie durch andere Fachstellen (4).

 In jedem Fall ist aber sichergestellt worden, dass eine weitergehende Betreuung bzw. Begleitung der durch die akute Krisensituation Betroffenen erfolgte. 

11. Bei den gefahrenen Einsatzkilometer lag die Gesamtzahl im Jahr 2011 bei 2000 (Vorjahr: 3300). Dies bedeutet, dass im Durchschnitt  bei jedem Einsatz etwa 23 Kilometer (Vorjahr 30 Kilometer) zurückgelegt wurden. Bei 28  Einsätzen wurden insgesamt bis zu 10 km, bei 26 Einsätzen bis zu 20 km, bei 13 Einsätzen bis zu 30 km und bei 19 Einsätzen von 30 km bis zu 87 km zurückgelegt. Grund für diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Zahl an Einsatzkilometern war vor allem die örtliche Nähe der eingesetzten Teammitglieder zum jeweiligen Einsatzort sowie der Rückgang an außerhäuslichen Einsätzen.

12. Die Zahl der am Einsatzort geleisteten Einsatzstunden lagen im Jahre 2011 bei 250 Stunden (im Jahr 2010 waren dies 350 Stunden); ein deutlicher Rückgang gegenüber 2010 und vor allem begründet durch den Rückgang der außerhäuslichen Einsätze, die zumeist besonders zeitintensiv sind. Die Nachbereitungszeiten wie das Ausfüllen der Einsatzprotokolle oder die persönliche Reflexion und Nachbereitung der Einsätze werden  bei den Einsatzstunden allerdings nicht erfasst. Ausführliche interne Einsatznachbesprechungen der beteiligten Teammitglieder nach Einsätzen waren glücklicherweise anders als im Jahr 2010 nicht notwendig.

 

Überblick Statistiken Notfallseelsorge im Kreis Warendorf

Jahresbericht 2011

Gesamtauswertung der Einsätze 2011
Einsatzanlässe 2011 und 2005 - 2011 – Säulendarstellung
Einsatzanlässe 2011 und 2002 - 2011 – prozentual

Einsatzorte 2011 und 2005 - 2011 – Säulendarstellung

Einsatzorte 2011 und 2002 - 2011 prozentual
Alarmierungszeiten 2005 - 2011 als Tabelle
Alarmierungszeiten 2011 und 2002 - 2011 prozentual
Monatseinsatzübersicht 2005 - 2011 als Tabelle
Monatseinsatzübersicht 2011 und 2002 - 2011 prozentual
Einsatzalarmierungstage 2005 - 2011 als Tabelle
Einsatzalarmierungstage 2011 und 2002 - 2011 prozentual
Gesamteinsatzübersicht Münsterland 2000 – 2011

     Gesamtauswertung der Einsätze Notfallseelsorge im Kreis Warendorf vom 01.01.2011
bis zum 31.12. 2011

Zahl der Einsätze insgesamt: 86

1. Einsatzanlässe:

a) Tod/Plötzliche Krankheit  im häuslichen Bereich:                              32

b) Tod/Plötzliche Krankheit im außerhäuslichen Bereich:                          3

c) Überbringung einer Todesnachricht:                                               18

d) schwere Verkehrsunfälle /Unfälle:                                                  16

(dabei in der Regel mit anschließender Überbringung

von Todesnachrichten)

e) Verbrechen (Gewalt / Mord):                                                          3

f) Suizid (angedroht oder versucht):                                                    1

g) Suizid (vollzogen):                                                                        9

h) Nachsorge für Einsatzkräfte:                                                          1

i ) Sonstige (u.a. Brände):                                                                3

 

Gesamt:                                                                                        86

 

davon häuslicher Bereich:                                                                  62

davon außerhäuslicher Bereich:                                                          24

 

2. Eingesetzte Personen

 

a) Seelsorger vor Ort (nicht im Team NFS):                                          8    

b) Seelsorger vor Ort (zugleich im Team NFS):                                    58

c) Fachberater Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst:                   3

d) Mitglieder im Team NFS:                                                             38

e) Sonstige:                                                                                12

 

Gesamt:                                                                                    119

 

Einsatzdauer :  
durchschnittliche Einsatzdauer: 2: 20  Stunden  (48% bis 2 Stunden; 34% bis 3 Stunden; 18 %  mehr als 3 Stunden, davon 4 Einsätze mehr als 4 Stunden)
Weiterleitungszeiten :   durchschnittlich  6 Minuten

                                     
Zeit Alarmierung bis zum Eintreffen vor Ort :  durchschnittlich 22 Minuten

(43% bis 15 Minuten; 22 % bis 20 Minuten; 17 % bis 25 Minuten; 18 % über 25 Minuten)                                              
(Hinweis: Bei den Einsätzen, bei denen jeweils  mehr als nur ein Seelsorger eingesetzt worden ist, sind statistisch lediglich ein einfacher Einsatz mit einem Einsatzort und einer Einsatzindikation berücksichtigt. Dies war insgesamt 7 Mal der Fall) .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 - Einsatzalarmierungszeiten 1.01.2005-31.12. 2011-

 

Uhrzeit

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

22- 7

22

13

21

22

16

15

15

7  - 9

8

11

10

8

10

10

4

9 - 17

27

36

47

32

38

47

36

17 - 22

26

22

17

40

26

30

31

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe

83

82

95

102

90

90

86

 

- Monatseinsatzübersicht 1.01.2005-31.12.2011-

 

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Januar

8

4

9

                 8

6

7

6

Februar

10

5

6

5

4

8

10

März

6

12

7

13

5

8

7

April

8

6

13

7

9

15

7

Mai

7

5

7

8

5

5

7

Juni

1

9

11

6

10

13

12

Juli

6

7

8

9

12

11

8

August

7

7

5

11

13

5

4

September

8

4

10

8

5

5

9

Oktober

7

7

7

9

7

8

5

November

6

8

7

7

5

7

6

Dezember

9

8

5

11

10

10

5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

83

82

95

102

91

102

86

 

 

 

 

 

 

 

 

-Einsatzalarmierungstage 1.01.2005-31.12.2011-

-                      

 

2005

2006

2007

2008

2009

        2010

2011

Sonntag

16

17

13

21

12

10

14

Montag

16

11

14

23

15

18

9

Dienstag

11

9

11

14

9

16

15

Mittwoch

13

12

15

10

10

19

11

Donnerstag

6

7

10

12

15

8

12

Freitag

11

6

11

12

14

20

10

Samstag

10

14

21

10

15

11

15

Feiertag

 

 

 

5

4

4

1

Summe

83

82

95

102

90

102

86

 

Gesamteinsatzübersicht 2000 – 2011
der Notfallseelsorge – und Notfallbegleitungssysteme
in den Kreisen Borken, Coesfeld,  Steinfurt und Warendorf
sowie in der Stadt Münster (Stand 01.02.2012)

 

 

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2000- 2011

Kreis Borken 

367 000 Einwohner

(Beginn :

1.1.2000)

 

  35

  56

  68

  79

79

69

107

96

81

48

61

70*

849

Kreis Coesfeld

221 000 Einwohner

(Beginn :

01.04.2000)

 

  35

  51

  48

  39

78

65

82

100

62

58

75

70*

763

Stadt Münster

269 000 Einwohner

(Beginn :

01.07.2000)

 

  10

  31

  41

  38

34

24

44

36

45

49

63

48

463

Kreis Steinfurt

443 000 Einwohner

(Beginn :

01.01.1999)

 

  56

  70

  80

  73

72

101

82

92

88

78

82

85

959

Kreis Waren-dorf

283 000 Einwohner

(Beginn :

1.09.2002)

 

 

  18

  82

74

83

82

95

102

90

102

86

814

*Zahlen für 2011 noch nicht endgültig ermittelt (Stand 31.01.2012)