Notfallseelsorge im

Kreis Warendorf

 

Jahresbericht 2010

 

 
Notfallseelsorger immer häufiger auf den Straßen im Einsatz

"Die Notfallseelsorge ist zu einer unverzichtbaren Säule des Rettungswesens im Kreis Warendorf geworden. Für diese wichtige Arbeit möchte ich mich bei allen Notfallseelsorgern herzlich bedanken", sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Das seit 2002 bewährte System sei ein gutes Beispiel für gelebte Ökumene im Kreis Warendorf. Als Schirmherr der Notfallseelsorge im Kreis lobte der Landrat die ständige Bereitschaft, Menschen in extremen Situationen beizustehen. Die Arbeit des Rettungsdienstes werde auf diese Weise sinnvoll ergänzt, betonte Dr. Olaf Gericke bei der Vorstellung des Jahresberichts 2009 der Notfallseelsorge.

29 Frauen und Männer aus der evangelischen und katholischen Kirche und aus dem Bereich der Freikirchen, darunter Fachberater für Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst und ein Polizeiseelsorger bilden das Team der Notfallseelsorge (NFS) im Kreis. Es stellt durch eine Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sicher, dass jederzeit eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger zentral alarmiert werden kann und schnell für eine kompetente seel-sorgliche Begleitung sorgt. Die Seelsorger nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Die Federführung liegt in den Händen von Pfarrer Manfred Uhte, Synodalbeauftragter für Notfallseelsorge im Kirchenkreis Münster, und Michael Spanke, Geschäftsführer des Kreisde-kanats Warendorf.

Der aktuelle Bericht stand im Mittelpunkt bei einem Erfahrungsaustausch im Kreishaus. An dem Treffen nahmen neben Vertretern der Notfallseelsorger auch der Landrat und die für den Rettungsdienst verantwortlichen Mitarbeiter des Kreises Warendorf sowie Kreisbrandmeister Heinz Nordhoff und Vertreter der Polizei teil.

Auffällig in dem Bericht war, dass die Mitglieder des NFS-Teams im vergangenen Jahr 34 Mal zu außerhäuslichen Einsätzen gerufen wurden. Das ist vor allem auf die neue Rekordzahl der Verkehrsunfälle und anderer Unfälle (26) zurückzuführen, bei denen ein Seelsorger hinzugezogen wurde. Rückläufig waren dagegen mit 56 die häuslichen Einsätze. Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr 90 Mal Notfallseelsorger eingesetzt. Der bisherige Spitzenwert von 102 Einsätzen aus dem Jahr 2008 wurde damit nicht wieder erreicht.

Die Anlässe, bei denen Seelsorger vom Rettungsdienst, der Feuerwehr oder der Polizei angefordert wurden, waren 2009 wieder vielfältig. Sie reichten von Unfällen über (versuchte) Selbstmorde bis zur Überbringung von Todesnachrichten.

Fünf Einsätze der Seelsorger galten 2009 dem Bereich der Nachsorge für Einsatzkräfte. Bei der Verarbeitung extremer Belastungen an Unglücksstellen benötigen auch Helfer die Unterstützung der Notfallseelsorger. Sie wurden 2009 im gesamten Kreisgebiet eingesetzt. Die meisten Einsätze gab es in Ahlen (18), Warendorf (17), Ennigerloh (15) und Beckum (12).


Vorbemerkung

Seit dem 1. September 2002 ist die Rufbereitschaft Notfallseelsorge im Kreis Warendorf im Dienst. Träger der Rufbereitschaft sind die evangelische Kirche mit den auf dem Gebiet des Kreises Warendorf beteiligten Kirchenkreisen Gütersloh, Hamm und Münster und die katholische Kirche mit dem Kreisdekanat Warendorf.

 Schirmherr ist der Landrat des Kreises Warendorf, Herr Dr. Olaf Gericke.

 Insgesamt 29 Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche sowie aus dem Bereich der Freikirchen, darunter 6 Fachberater für Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst – davon einer gleichzeitig Polizeiseelsorger – haben sich freiwillig zur Mitarbeit bereit erklärt und stellen sicher, dass Menschen, die sich in akuten Notlagen befinden, seelsorglich begleitet werden, sei es durch Mitglieder aus dem Team der Notfallseelsorge oder durch sonstige örtliche Seelsorger, sofern die Einsatzsituation dies sinnvoll erscheinen lässt.

 Dabei geschieht dieser Dienst kostenfrei ohne Ansehen der Person oder Konfession.

Die Notfallseelsorge versteht dabei ihren Dienst als Ergänzung zur gemeindlichen Seelsorge, der nach Möglichkeit auch wieder in die gemeindliche Seelsorge mündet.

 Eine ständige Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr stellt sicher, dass im Kreis Warendorf eine Seelsorgerin / ein Seelsorger auf Anforderung des Rettungsdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei durch die Leitstelle für Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz jederzeit alarmiert werden kann, der / die dann verbindlich und schnellstmöglich für eine kompetente seelsorgliche Begleitung vor Ort Sorge trägt.

Falls nötig, können auch mehrere Seelsorger/innen oder andere Betreuungskräfte wie z.B. das PSU-Team des DRK Warendorf (ehemals DRK-Notfallbetreuung Warendorf) in Absprache mit den jeweiligen Einsatzleitern oder der Leitstelle alarmiert und eingesetzt werden.

 Das Hilfsangebot der Notfallseelsorge umfasst häusliche und außerhäusliche Notfälle sowie die Seelsorge für Einsatzkräfte in Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Mögliche Anlässe für den Einsatz der Notfallseelsorge sind u. a.: vergebliche Reanimation, plötzlicher Kindstod, Suizidabsicht / vollzogener Suizid, Auffinden von Toten, Suche nach Vermissten, Brände, Unfälle, Ver­kehrsunfälle mit Schwerverletzten und / oder Toten, Gewaltverbrechen und Großschadenslagen.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Warendorf, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz ist dabei eine wichtige Voraussetzung für den Dienst der Notfallseelsorge. Dies hat sich auch im vergangenen Jahr erneut gezeigt und bewährt.

 In gleicher Weise gilt dies für die Zusammenarbeit der verschiedenen Rufbereitschaftssysteme im Münsterland, d.h. den Notfallseelsorgesystemen in den Kreisen Borken, Coesfeld Steinfurt, Warendorf und dem Notfallbegleitungssystem in der Stadt Münster, mit denen eine Arbeitsgemeinschaft besteht und in denen insgesamt über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Dienst versehen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit gibt es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch, gemeinsame Aus- und Fortbildungsangebote sowie eine Vereinbarung über eine überregionale Zusammenarbeit in Großschadenslagen. So wurde zum Beispiel im vergangenen Jahr ein Grundlagenkurs Notfallseelsorge mit 27 Teilnehmern  und ein Fortbildungskurs „Notfallseelsorge in Führungsverantwortung“ mit 12 Teilnehmern für den Bereich Münsterland durchgeführt.

 Seit Beginn der Rufbereitschaft treffen sich die Mitglieder des Teams der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf regelmäßig zur Aus- und Fortbildung sowie zur Vor- und Nachbereitung der Einsätze.

Dies ist zwar ein hoher zeitlicher Aufwand. Er wird jedoch von allen als sehr notwendig und sinnvoll erachtet, um mit den Herausforderungen und Belastungen, die die Einsätze zum Teil mit sich bringen, angemessen umgehen zu können. 

Es gibt 2 offizielle Ansprechpartner, die die Notfallseelsorge im Kreis Warendorf nach außen vertreten.

Diese sind:
·   Michael Spanke, Geschäftsführer des Kreisdekanates Warendorf
    Tel. 02581/934710

 ·  Pfarrer Manfred Uhte, Synodalbeauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in
    Feuerwehr und Rettungsdienst im Evangelischen Kirchenkreis Münster,
    Tel. 02501/928869

Seit Bestehen der Rufbereitschaft wurde diese in bisher 728 Einsätzen (Stand 31.12.2010), davon 102 im Jahre 2010, tätig.

Damit wurde im Jahre 2010 erneut die höchste Zahl an Einsätzen im gesamten Münsterland geleistet.

Der hier vorgelegte Jahresbericht  vermittelt  einen Überblick über Einsatzzahlen, -orte und -anlässe der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf im Jahre 2010 und gibt am Ende des Berichtes eine kurze Übersicht über die Einsatzzahlen aller Rufbereitschaftssysteme im Münsterland mit insgesamt 383 Einsätzen im Jahre 2010.

Eine Kurzanalyse der verschiedenen Aspekte ist den ausführlichen Statistiken vorangestellt.

Münster/Warendorf , 15. Februar 2011

                                                 

M. Uhte                   M. Spanke                                  

Kurzanalyse der Einsätze der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf im Jahre 2010

Die vorgelegte Statistik vermittelt Zahlen, nüchterne Zahlen, die das Leid, das diesen Einsatzsituationen zugrunde liegt, nur ansatzweise vermitteln können.

Jede einzelne Situation aber führt alle Beteiligten, die Rettungskräfte, die Feuerwehr, die Polizei, die eingesetzten Seelsorger und die Betroffenen an extreme Grenzen, die oftmals nur sehr schwer zu tragen und zu ertragen sind. Sich diesen Grenzsituationen zu stellen, erfordert viel Mut, Hoffnung und Zuversicht, auch in diesen Situationen bestehen zu können und oftmals stehen insbesondere die Betroffenen vor einem riesigen äußeren wie inneren Abgrund, den auszuhalten für sie selbst, aber auch für die betroffenen Helfer zum Teil sehr schwer ist. Zugleich ist es aber unendlich wichtig, diesen Grenzsituationen standzuhalten, um nicht zuletzt auch die menschliche Solidarität in einer extremen Leidenssituation zu dokumentieren und anders als oftmals gesellschaftlich üblich, diese Dimension von Leiden und Sterben, die eben auch zum Leben gehört, nicht auszublenden.

Deshalb gebührt allen eingesetzten Kräften ein besonderer Dank für ihren Einsatz und ihr Engagement.

Ausgehend vom vorgelegten statistischen Material sowie zusätzlichen internen Auswertungen ergibt sich folgendes Bild:

1.  Die Zahl der Gesamteinsätze ist von 90 Einsätzen im Jahr 2009 auf 102 Einsätze  im Jahr 2010 deutlich gestiegen und liegt damit auf dem bisherigen Höchstniveau von 2008, ein sehr deutliches Zeichen für die Akzeptanz der Notfallseelsorge bei Feuerwehr, Rettungsdienst und im vergangenen Jahr besonders bei der Polizei.

2.  Die Einbindung örtlicher Seelsorger ist von 57 % im Jahre 2009 auf 62 % im Jahr 2010 gestiegen. Hierzu gehören sowohl die Seelsorger, die nicht dem Team angehören als auch die Teammitglieder. Eine differenzierte Übersicht aller eingesetzten 142 Personen in Personengruppen ist der Gesamtauswertung 2010 auf Seite 8 zu entnehmen.

3.  Die örtliche Streuung der Einsätze war auch im Jahr 2010 deutlich. Die Notfallseelsorge wurde in allen Städten und Gemeinden des Kreises alarmiert. Warendorf hatte mit 17 Einsätzen kreisweit die meisten Einsätze, gefolgt von Oelde  mit 15 Einsätzen.

     Dem folgten Ahlen mit 11 Einsätzen und Telgte mit 10 Einsätzen.                                                 
Ein ausführlicher Überblick zu den Zahlen im Jahre 2010 und den Vergleichszahlen            vergangener Jahre ist den Statistiken auf den Seiten 11 und 12 zu entnehmen.

4. Bei den Einsatzanlässen dominieren weiterhin die plötzlichen Todesfälle bzw. plötzlichen Erkrankungen, sowohl im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich mit insgesamt 34 Einsätzen. Extrem gestiegen sind die Einsätze anlässlich der Überbringung von Todesnachrichten von 13 Einsätzen im Vorjahr auf jetzt 23 Einsätze, während die Alarmierungen anlässlich von Verkehrsunfällen/Unfällen von 26 auf 17 Einsätze zurückgegangen ist.

Leicht angestiegen sind Einsätze anlässlich von angedrohtem oder vollzogenem Suizid  von 12 auf 14  Einsätze
.

7 Einsätze gab es anlässlich der Betreuung von Einsätzkräften, worin zum Teil auch Einzelgespräche enthalten sind. Zusätzlich gab es noch weitere 6 Einsatznachgespräche direkt nach erfolgten Einsätzen.

      3 Einsätze gab es anlässlich von Bränden, darunter war ein Übungsalarm.

      Ein ausführlicher Überblick zu den Zahlen im Jahre 2010 und den Vergleichszahlen
     vergangener Jahre ist den Statistiken auf den Seiten 9 und 10 zu entnehmen. entnehmen.

 5.   Das Verhältnis von häuslichen und außerhäuslichen Einsätzen hat sich im Vergleich
       zum  Vorjahr proportional nicht verändert, der häusliche Anteil liegt weiterhin bei 62 %. Im Jahre 2010 gab es insgesamt 11 Alarmierungen, bei denen mindestens 2 Seelsorger benötigt wurden, davon 5 Einsätze mit 4 und mehr Seelsorgern. Zusätzlich gab es bei einigen dieser Alarmierungen auch eine Alarmierung des PSU-Teams des DRK Warendorf (ehemals DRK Notfallbetreuung Warendorf), mit dem es auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit gibt.

6.      Die durchschnittliche Einsatzdauer hat sich von 2:30 Stunden im Jahr 2009 auf 2:45 Stunden im Jahr 2010 erhöht. 26% aller Einsätze dauerten bis zu 2 Stunden, 44% bis zu 3 Stunden und 30% länger als drei Stunden, davon 8 Einsätze mehr als 6 Stunden.
Der Durchschnitt der Weiterleitungszeit nach der Alarmierung liegt weiterhin im Durchschnitt bei 6 Minuten, die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen vor Ort im Durchschnitt weiterhin bei 22 Minuten, ein deutlicher Beleg für den ortsnahen Einsatz der Seelsorger.

7. Was die statistische Einsatzhäufigkeit von Wochentagen, Uhrzeit und Monaten betrifft, so zeigt sich folgendes Bild :

- was die Wochentage angeht, so ist der Donnerstag der Tag mit den wenigsten Einsätzen (8%), der Freitag der mit den meisten Einsätzen (20%)

- was die Alarmierungszeiten angeht, so zeigt sich, dass sich im Vergleich zum letzten Jahr der Anteil der Alarmierungen zwischen 9 und 17 Uhr von 42% auf 46% gesteigert hat, während der Anteil der Alarmierungen  von 22- 9 Uhr von 30% auf 25 % gesunken ist

- was die Monate angeht, so waren die  Monate April (15) und Juni (13) diejenigen mit den höchsten und die Monate Mai, August und September mit jeweils 5 Einsätzen diejenigen mit den niedrigsten Einsatzzahlen. Im Mai und im September gab es jeweils einen Zeitraum von 3 Wochen ohne Alarmierungen

Ein ausführlicher Überblick zu den Zahlen im Jahre 2010 und den Vergleichszahlen 
vergangener Jahre ist den Statistiken auf den Seiten 13-15 zu entnehmen.                                                                  

8.  Zum sechsten  Mal nach 2005 wurde ausgewertet, durch wen die NFS alarmiert
wird :
- 45% aller Einsätze erfolgten aufgrund von Alarmierungen durch den Rettungsdienst bzw. die Feuerwehr, 44% durch die Polizei und 11% durch Betroffene ,Angehörige, Krankenhaus oder Schule, im Vergleich zu 2009 eine deutliche Steigerung der Alarmierung durch die Polizei

9. Ebenfalls zum sechsten Mal ausgewertet wurde der Aspekt: wer sind die Opfer, mit denen wir es zu tun haben und wen betreuen wir?

a) Die Gesamtzahl der Opfer betrug 95, davon waren 68 Männer und 27 Frauen.

Die Alterstruktur sah so aus: 8 Personen bis 17 Jahre (1 w,7 m), 9 Personen 18 – 30 Jahre (1 w, 8 m), 27 Personen 31 bis 50 Jahre (12 w, 15 m), 28 Personen 51 bis 65 Jahre (12 w, 16 m) und 23 Personen älter als 65 Jahre (8 w, 15 m),davon 5 über 80 Jahre.

b) Die Gesamtanzahl der betreuten Personen lag bei 450, davon waren 186 weiblichen und 264 männlichen Geschlechts, davon  28 Kinder bis 12 Jahre. In insgesamt 12 Einsätzen wurden mehr als 10 Personen betreut.

 10. Ebenfalls zum sechsten  Mal ausführlich ausgewertet wurde der Aspekt: welche Maßnahmen wurden im Einsatz getroffen (Mehrfachnennungen waren möglich)?
Im Vordergrund steht weiterhin vor allem seelsorgerische Betreuung (85), gefolgt von Todesbenachrichtigungen von Angehörigen (17) sowie zahlenmäßig geringer die Benachrichtigung örtlicher Seelsorger (15), die Betreuung von Einsatzkräften (10) und die Begleitung im oder zum Krankenhaus (5).

Die weitere Betreuung erfolgte in der Regel durch Verwandte und Angehörige (70), Freunde und Nachbarn (35), durch örtliche Seelsorger (30) sowie durch andere Fachstellen (6).

In jedem Fall ist aber sichergestellt worden, dass eine weitergehende Betreuung bzw. Begleitung der durch die akute Krisensituation Betroffenen erfolgte.

11. Zum dritten Mal ausgewertet wurden die gefahrenen Einsatzkilometer, deren Gesamtzahl bei 3300 (Vorjahr: 2900) liegt. Dies bedeutet, dass im Durchschnitt  bei jedem Einsatz etwa 30 Kilometer zurückgelegt werden. In 25  Einsätzen sind bis zu 5 km, in 26 Einsätzen bis zu 10 km und in weiteren 16 Einsätzen bis zu 15 km zum Einsatzort zurückgelegt worden, ein deutlicher Beleg für die örtliche Nähe der eingesetzten Teammitglieder zum jeweiligen Einsatzort.

12. Ebenfalls zum dritten Mal ermittelt wurde die Zahl der geleisteten Einsatzstunden, die bei 350 (Vorjahr:280) liegen, allerdings die Nachbereitungszeiten wie das Ausfüllen der Einsatzprotokolle oder die persönliche Reflexion und Nachbereitung der Einsätze nicht umfasst. Zwei Mal hat es eine ausführliche interne Einsatznachbesprechung der beteiligten Teammitglieder nach Einsätzen gegeben, bei denen jeweils 5 bzw. 6 Teammitglieder beteiligt waren.

 

Überblick Statistiken Notfallseelsorge im Kreis Warendorf

Jahresbericht 2010

       Gesamtauswertung der Einsätze 2010 (S.8)
       Einsatzanlässe 2009 und 2004 - 2010 – Säulendarstellung (S.9)
       Einsatzanlässe 2010 und 2002 - 2010 – prozentual (S.10)
       Einsatzorte 2010 und 2004 - 2010 – Säulendarstellung (S.11)
       Einsatzorte 2010 und 2002 - 2010 prozentual (S.12)
       Alarmierungszeiten 2004 - 2010 als Tabelle (S.13)
       Alarmierungszeiten 2010 und 2002 - 2010 prozentual (S.13)
       Monatseinsatzübersicht 2004-2010 als Tabelle (S.14)
       Monatseinsatzübersicht 2010 und 2002 - 2010 prozentual (S.14)
       Einsatzalarmierungstage 2004- 2010 als Tabelle (S.15)
       Einsatzalarmierungstage 2010 und 2002 - 2010 prozentual (S.15)
      Gesamteinsatzübersicht Münsterland 2000 – 2010 (S.16)

 Gesamtauswertung der Einsätze Notfallseelsorge im Kreis Warendorf

vom 01.01.2010 bis zum 31.12. 2010

Zahl der Einsätze insgesamt: 102

 

1. Einsatzanlässe:

a) Tod/Plötzliche Krankheit  im häuslichen Bereich:                  32

b) Tod/Plötzliche Krankheit im außerhäuslichen Bereich:              3

c) Überbringung einer Todesnachricht:                                    23

d) schwere Verkehrsunfälle /Unfälle:                                       17

(dabei in der Regel mit anschließender Überbringung

von Todesnachrichten)

e) Verbrechen (Gewalt / Mord):                                               1

f) Suizid (angedroht oder versucht):                                         1

g) Suizid (vollzogen):                                                            13

h) Nachsorge für Einsatzkräfte:                                                7

i ) Sonstige (u.a. Brände):                                                      5

 

Gesamt:                                                                              102

 

davon häuslicher Bereich:                                                               64

davon außerhäuslicher Bereich:                                                     38

 

2. Eingesetzte Personen

 

a) Seelsorger vor Ort (nicht im Team NFS):                                       5    

b) Seelsorger vor Ort (zugleich im Team NFS):                                  59

c) Fachberater Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst:                 5

d) Mitglieder im Team NFS:                                                            59

e) Sonstige:                                                                               14

 

Gesamt:                                                                                    142

Einsatzdauer :              durchschnittliche Einsatzdauer: 2: 45  Stunden
 (26% bis 2 Stunden; 44% bis 3 Stunden; 30 %  mehr 3 Stunden, davon 8 Einsätze mehr als
6 Stunden)

Weiterleitungszeiten :   durchschnittlich  6 Minuten
 Zeit Alarmierung bis zum Eintreffen vor Ort :  durchschnittlich 22 Minuten

(Hinweis: Bei den Einsätzen, bei denen jeweils  mehr als nur ein Seelsorger eingesetzt worden ist, sind statistisch lediglich ein einfacher Einsatz mit einem Einsatzort und einer Einsatzindikation berücksichtigt Dies war insgesamt 11 Mal der Fall, darunter  waren 5 Mal 4 und mehr Seelsorger eingesetzt).

 

 

 

 

 

 

 - Einsatzalarmierungszeiten 1.01.2004-31.12. 2010-

Uhrzeit

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

22- 7

12

22

13

21

22

16

15

7  - 9

9

8

11

10

8

10

10

9 - 17

32

27

36

47

32

38

47

17 - 22

21

26

22

17

40

26

30

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe

74

83

82

95

102

90

102

 

- Monatseinsatzübersicht 1.01.2004-31.12.2010-

 

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Januar

4

8

4

9

                8

6

7

Februar

4

10

5

6

5

4

8

März

7

6

12

7

13

5

8

April

7

8

6

13

7

9

15

Mai

8

7

5

7

8

5

5

Juni

8

1

9

11

6

10

13

Juli

3

6

7

8

9

12

11

August

6

7

7

5

11

13

5

September

9

8

4

10

8

5

5

Oktober

7

7

7

7

9

7

8

November

5

6

8

7

7

5

7

Dezember

6

9

8

5

11

10

10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

74

83

82

95

102

91

102

-                     Einsatzalarmierungstage 1.01.2004-31.12.2010-

-                      

 

2004

2005

2006

2007

2008

        2009

        2010

Sonntag

14

16

17

13

21

12

10

Montag

13

16

11

14

23

15

18

Dienstag

10

11

9

11

14

9

16

Mittwoch

9

13

12

15

10

10

19

Donnerstag

9

6

7

10

12

15

8

Freitag

5

11

6

11

12

14

20

Samstag

14

10

14

21

10

15

11

Feiertag

 

 

 

 

5

4

4

Summe

74

83

82

95

102

90

102

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamteinsatzübersicht 2000 – 2010

der Notfallseelsorge – und Notfallbegleitungssysteme

in den Kreisen Borken, Coesfeld,  Steinfurt und Warendorf

sowie in der Stadt Münster ( Stand 01.02.2010 )

 

 

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2000- 2010

Kreis Borken 

367 000 Einwohner

( Beginn :

1.1.2000 )

 

  35

  56

  68

  79

79

69

107

96

81

48

61

779

Kreis Coesfeld

221 000 Einwohner

( Beginn :

 1.4.2000 )

 

  35

  51

  48

  39

78

65

82

100

62

58

75

693

Stadt Münster

269 000 Einwohner

( Beginn :

1.07.2000 )

 

  10

  31

  41

  38

34

24

44

36

45

49

63

415

Kreis Steinfurt

443 000 Einwohner

( Beginn :

1.1.1999 )

 

  56

  70

  80

  73

72

101

82

92

88

78

82

874

Kreis Waren-dorf

283 000 Einwohner

( Beginn :

1.09.2002 )

 

 

  18

  82

74

83

82

95

102

90

102

728