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Notfallseelsorger helfen seit fast
zehn Jahren
Jahresbericht 2011
Bei schweren
Verkehrsunfällen oder bei anderen Notfällen sind die
Notfallseelsorger im Kreis Warendorf schnell zur Stelle. "Die Arbeit
des Rettungsdienstes, der Feuerwehren und der Polizei wird durch das
Team der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf seit knapp zehn Jahren
sinnvoll ergänzt", betonte Landrat Dr. Olaf Gericke bei der
Vorstellung des Jahresberichts Notfallseelsorge 2011.
"Die Bedeutung der Notfallseelsorge ist nicht hoch genug
einzuschätzen. Das funktioniert bei uns im Kreis sehr gut. Dafür
möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken", sagte der Landrat.
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einsätze der Notfallseelsorger
im Kreis Warendorf leicht zurückgegangen. Waren es im Jahr 2010 noch
102 Einsätze, zu denen die Seelsorger aufbrachen, wurden im
vergangenen Jahr bei 86 Einsätzen Notfallseelsorger hinzugezogen.
Vertreter der Notfallseelsorge (NFS) und die für den Rettungsdienst
verantwortlichen Mitarbeiter des Kreises Warendorf trafen sich mit
dem Landrat, Polizeidirektor Erich Nierhoff und Kreisbrandmeister
Heinz Nordhoff zu einem Erfahrungsaustausch im Warendorfer
Kreishaus. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung des aktuellen
Erfahrungsberichtes.
Das System der Notfallseelsorge wurde im Kreis Warendorf im
September 2002 eingeführt. "Es ist ein gutes Beispiel für gelebte
Ökumene", sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Als Schirmherr der
Notfallseelsorge im Kreis lobte er die ständige Bereitschaft,
Menschen in extremen Situationen beizustehen.
30 Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen und katholischen
Kirche arbeiten freiwillig im NFS-Team. Durch eine Rufbereitschaft
rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr wird sichergestellt, dass
jederzeit eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger zentral alarmiert
werden kann und schnell für eine kompetente seelsorgliche Begleitung
sorgt. Die Anlässe, bei denen Seelsorger vom Rettungsdienst, der
Feuerwehr oder der Polizei angefordert wurden, waren auch im
vergangenen Jahr vielfältig. Sie reichten von zahlreichen Notfällen
im häuslichen Bereiche und Verkehrsunfällen über Suizide. Auch die
schwierige Aufgabe, Todesnachrichten an Angehörige zu überbringen,
erfüllten die Notfallseelsorger.
24 Mal wurden die Mitglieder des NFS-Teams im vergangenen Jahr zu
außerhäuslichen Einsätzen gerufen, davon 16 Mal nach
Verkehrsunfällen und anderen Unfällen. Die Einsatzorte des NFS-Teams
waren über alle 13 Städte und Gemeinden im Kreis verteilt. Die
meisten Einsätze gab es in Warendorf (17), Beckum (13), Ahlen (11)
und Ennigerloh (9).
Die Federführung liegt in den Händen von Pfarrer Manfred Uhte,
Synodalbeauftragter für Notfallseelsorge im Evangelischen
Kirchenkreis Münster, und Michael Spanke, Geschäftsführer des
Kreisdekanats Warendorf. Die Verantwortlichen zeigten sich stolz
über die große Einsatzbereitschaft des Notfallseelsorgerteams.
Landrat Dr. Olaf
Gericke bedankte sich beim Sprecher der Notfallseelsorger im Kreis,
Manfred Uhte (1. Reihe Mitte) sowie den Leitenden Notfallseelsorgern
Friedrich Vogelpohl, Ingo Hermeier und Frank Vortmeyer (2. Reihe
v.l.n.r.). Mit im Bild: Polizeidirektor Erich Nierhoff (1. Reihe
r.), Dieter Wienker (Führungsstelle Polizei), Kreisbrandmeister
Heinz Nordhoff und Kreisordnungsdezernent Dr. Peter Hansen (3. Reihe
v.l.n.r.), Ordnungsamtsleiter Ralf Holtstiege (2. Reihe r.) sowie
der Leiter der Rettungsleitstelle, Frank Sölken, und der
Abteilungsleiter Feuerschutz und Rettungsdienst Werner Schweck
(hinten v.l.n.r.) |