Vollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum
Münster
Notburga Heveling und Pater Manfred Kollig gewählt
Bistum Münster.
Notburga Heveling ist neue Vorsitzende des Diözesankomitees der
Katholiken im Bistum Münster. Die 48-jährige Münsteranerin wurde am
Samstag (21.05.2011) von der Vollversammlung der diözesanen
Laienvertretung gewählt. Sie erhielt 42 von 50 abgegebenen Stimmen;
bei acht Enthaltungen ist dies eine Zustimmungsquote von 84 Prozent.

Die
Diplom-Theologin Heveling wird in dieser Aufgabe Nachfolgerin von
Mechthild Eisenstecken (Billerbeck), die im September vergangenen
Jahres nur wenige Monate nach ihrer Wahl aus gesundheitlichen
Gründen zurückgetreten war. Heveling ist verheiratet und Mutter von
zwei Kindern.
Außerdem wählte
die Vollversammlung Pater Manfred Kollig (54) zum Geistlichen Beirat
des Diözesankomitees; er erhielt 50 Ja-Stimmen (100 Prozent). Der
Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat
in Münster war satzungsgemäß von Bischof Felix Genn für diese
Aufgabe vorgeschlagen worden. Mit den Wahlen von Heveling und Kollig
ist der Vorstand des Diözesankomitees nun wieder komplett.
Bei ihrer Vorstellung erklärte
Heveling, sie wolle sich für eine geschwisterliche Kirche einsetzen,
die als Einheit und nicht als Nebeneinander von Amtsträgern und
Laien wahrgenommen werde. Sie sprach sich für einen verstärkten
Einsatz für soziale Gerechtigkeit aus: "Wir müssen die Finger in die
Wunden unserer Gesellschaft legen", erklärte Heveling.
Konkret wandte sich die neue
Vorsitzende gegen eine Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (PID):
"Es darf keine Aussonderung von Embryonen geben, weil für uns jedes
menschliche Leben einen unverfügbaren Wert darstellt." Bei der Frage
gehe es auch darum, "einen blinden Fortschrittsglauben in Frage zu
stellen". Sie verwies auf die physischen und psychischen Belastungen
bei der künstlichen Befruchtung, die Teil des Themenkomplexes zur
PID seien.
Pater Manfred
stellte ebenfalls die gemeinsame Verantwortung von Laien und
Bistumsleitung für die Kirche heraus. "Wir haben gemeinsam Teil am
Hirten-, Priester- und Prophetenamt", betonte der Ordensmann. Er
warb dafür, weiterhin die "große Herde" im Blick zu haben und sich
nicht auf eine immer kleiner werdende "Kerngemeinde" zu begrenzen.
"Wir brauchen immer wieder neu den missionarischen Aufbruch und
müssen gemeinsam mit den je eigenen Gaben dazu beitragen, dass
Kirche einladend bleibt", erklärte der Seelsorgeamtsleiter.
Notburga Heveling wurde am 27. Februar
1963 in Meerbusch geboren und wuchs als Älteste von vier
Geschwistern in Korschenbroich auf. 1982 kam sie nach Münster zum
Studium der Theologie. Von 1989 bis 2006 arbeitete Heveling beim
Familienverband "Junge Gemeinschaft" als Bildungsreferentin. Danach
kümmerte sich die Mutter einer 17-jährigen Tochter und eines
13-jährigen Sohnes um ihre Familie.
Ehrenamtlich ist Heveling in ihrer
Heimatgemeinde St. Marien in Münster-Sprakel aktiv. Seit 2007 ist
sie Delegierte in der münsterschen Stadtverbandsversammlung der
Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Im April 2010
wurde sie Vorsitzende des Stadtkomitees der Katholiken in Münster.
Seit Dezember 2010 arbeitet Heveling ehrenamtlich im von den
christlichen Kirchen getragenen Sozialbüro in Münster-Kinderhaus
mit.
Pater Manfred
Kollig wurde am 26. Mai 1956 in Koblenz geboren und gehört seit 1974
zur Ordensgemeinschaft von den heiligsten Herzen Jesu und Mariä
("Arnsteiner Patres"). Nach seinem Studium der Theologie und der
Pastoraltheologie in Münster leitete er vier Jahre die
Jugendbegegnungsstätte seines Ordens in Arnstein. Ab 1987 arbeitete
Pater Manfred als Schulseelsorger am Gymnsium St. Christophorus in
Werne und als Referent im Generalvikariat Münster.
1994 wurde er zum
Mitglied der Generalleitung der Ordensgemeinschaft mit Sitz in Rom
gewählt. Im Jahr 2000 kehrte er zurück nach Werne und wurde im
Herbst 2003 zum Bereichsleiter für die Liturgie des Weltjugendtags
in Köln ernannt. Ein Jahr später übernahm er zudem das Amt des
Provinzökonoms seines Ordens. Seit März 2006 war er als Leiter der
Abteilung Schulpastoral in der Hauptabteilung Schule und Erziehung
des Bischöflichen Generalvikariats tätig und ist zudem Vertreter des
Hauptabteilungsleiters. Seit Januar leitet Pater Manfred das
Seelsorgeamt im Bischöflichen Generalvikariat in Münster.
www.dioezesankomitee.de
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